
In dieser bewegenden essayistischen Erzählung begibt sich Jone Rikke Allerdissen auf die Suche nach seinem Urgroßvater Johann Wewer. Aus verstreuten Archivakten, Familienerinnerungen und historischen Dokumenten entsteht nach und nach das Porträt eines Menschen, der fast aus der Geschichte verschwunden wäre.
Johann Wewer war Seemann, Arbeiter, Familienmensch. Er lebte ein gewöhnliches Leben in einer außergewöhnlichen Zeit – bis er zum Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde wurde. Doch dieses Buch ist mehr als eine historische Spurensuche. Es erzählt von den Leerstellen in Familiengeschichten. Von dem Schweigen, das Generationen überdauern kann. Von der Macht von Akten und der Zerbrechlichkeit von Erinnerungen. Und von der Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn seine Geschichte nicht mehr erzählt wird.
Zwischen Biografie, Zeitgeschichte und persönlichem Essay entsteht ein eindringliches Buch über Erinnerung, Menschenwürde und Verantwortung. Dabei richtet der Autor den Blick nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart: Wie gehen wir heute mit Krankheit, Behinderung und gesellschaftlicher Ausgrenzung um? Wer wird gesehen – und wer gerät aus dem Blick?
JOHANN WEWER – STILLGELEGT ist die Geschichte eines Mannes, dessen Name beinahe verloren gegangen wäre. Und die Geschichte eines Urenkels, der sich aufmacht, ihn wiederzufinden. Eine wahre Geschichte über das Verschwinden. Und über die Kraft, einen Namen zurück ins Licht zu holen.
Ein Buch für Leserinnen und Leser von:
– Familiengeschichten und biografischen Erzählungen
– deutscher Zeitgeschichte
– Erinnerungskultur und Gedenkarbeit
– historischen Reportagen
– essayistischen Sachbüchern
– NS-Geschichte und ihren Folgen bis in die Gegenwart